1. Minderwertiges Eiweiß
Minderwertige Eiweiße resultieren aus verarbeiteten Fleischabfällen der Kategorie 3. Das heißt: hier werden vor allem Klauen, Federn, Schnäbel, Häute, Borsten, Hörner und sonstige Abfälle verwendet.
In diesen Abfällen fehlen aber natürliche essentielle Aminosäuren. Dies sind Eiweißbausteine, die der Organismus nicht selbst herstellen kann, d.h. die über die Nahrung zugeführt werden müssen. In natürlicher Form geschieht dies in Form von hochwertigen Ölen, wie z. B. Lachsölen.
Ein Zusatz von synthetischen Aminosäuren wirkt sich dahingehend negativ für den Hund aus, dass sie nicht annähernd die biologische Vielfalt der natürlichen Aminosäuren besitzen und es dadurch logischerweise zu Mangelerscheinungen kommen kann.
Auch der vom Konsumenten für aussagekräftig gehaltene Rohproteingehalt sagt nichts über die Qualität des verarbeiteten Eiweißes aus. Auch aus alten Schuhsohlen kann man einen Rohproteingehalt von 24% erhalten!
Es kommt also darauf an, was für Rohstoffe verwendet werden, und dazu gehören nun mal in erster Linie Muskelfleisch sowie Knorpel, Knochen und Innereien.
In einem hochwertigen Futter sollten demnach die Rohstoffe so hochwertig sein, dass nicht mit synthetischen Aminosäuren (Lysin...) aufgewertet werden muss.