Äußerlich zeigt sich das Alter durch graue Schnauzenpartien und graues Fell, außerdem wird der Hund ruhiger. Durch die Stoffwechselveränderung im Alter hat Ihr Hund eine verminderte Toleranz bei extremer Hitze oder Kälte, daher sollte vermehrt auf ein zugfreies Lager bzw. Bodenkälte geachtet werden. An heißen Tagen verlegt man die Spaziergänge in die kühlen Morgen- bzw. Abendstunden.
Die meisten älteren Tiere schlafen mehr als früher, und die Sinnesorgane wie Ohren und Augen werden auch langsam schlechter.
Wenn Ihr Hund nicht mehr gehorcht, kann dies auch daran liegen, dass er nicht mehr hören kann !
Der Alterungsprozess ist sehr rasseabhängig. Besonders größere Rassen haben eine nicht so hohe Lebenserwartung. Eine Deutsche Dogge von 7 Jahren ist schon ein sehr alter Hund. Im Gegensatz dazu haben wir bei kleineren Rassen wie Dackel und Terrier mit 7 Jahren einen noch sehr agilen Lebensbegleiter.
Vorsorgeuntersuchungen auch beim Hund?
Ab der zweiten Lebenshälfte ist es wichtig, regelmäßige Gesundheits-Checks vorzunehmen. Einmal im Jahr sollte Ihr Tier von einem erfahrenen Therapeuten untersucht werden, um langsam einschleichende Beschwerden frühzeitig zu erkennen und altersbedingte Veränderungen wie z. B. Gelenkbeschwerden oder nachlassende Herzleistungen rechtzeitig zu therapieren.
Gerade die sich unmerklich einstellenden Veränderungen bei Ihrem Tier (wie z. B. Ihr Hund trinkt vermehrt, muss häufiger hinaus, hechelt viel oder ermüdet schnell) können durch eine regelmäßige Untersuchung schnell entdeckt und dem Tier naturheilkundlich gut geholfen werden.
Selbstverständlich können Sie bei der täglichen Pflege Ihres Hundes eine "Kurz-Inspektion" selber vornehmen: Tasten Sie den Körper nach Unebenheiten (Knötchen etc.) und Wunden ab, fühlen Sie am Gesäuge und überprüfen Sie das Fell auf Veränderungen, dann schauen Sie sich Ohren, Zähne, Augen und Krallen an. Haben Sie ein regelmäßiges Augenmerk auf diese Dinge, so werden Ihnen Veränderungen schnell auffallen und Sie können entsprechend schnell handeln.
Die ausgewogene Ernährung für den älteren Hund
Fachleute sind sich einig, dass grundlegende Fehler in der Ernährung, vor allem im jungen Alter des Hundes, wesentlich zu einer geringeren Lebenserwartung beitragen. Daher spielt auch beim alten Hund die Ernährung weiterhin und gerade wieder eine bedeutende Rolle.
Ihr Hund bleibt fit bis ins hohe Alter, wenn Sie ihn gesund und ausgewogen ernähren. Das bedeutet keine Fütterung von unendlich vielen Zusatzfuttern, sondern die Auswahl eines hochwertigen Futters wie z.B. Canis 2000 plus von natura Vet, um hier nur eines zu nennen.
Wichtig ist es, darauf zu achten, dass das Futter keine künstlichen Konservierungs- und Aromastoffe enthält, keine Füllstoffe aufweist und frei von Farbstoffen ist.
Füllstoffe stellen für den Magen-Darm-Trakt eine hohe Volumenleistung und somit eine extreme Überdehnung dar. Künstliche Farb- und Konservierungsstoffe werden vom Körper nicht verwertet und wirken eher belastend.
Empfehlenswert ist ein Futter mit natürlichen Vitaminen und Mineralstoffen, die in Kräutern, Hefen und Algen enthalten sind. Grünlippmuscheln unterstützen z. B. unter anderem die Gelenke und das Bindegewebe.
Auch der Eiweißlieferant ist von großer Bedeutung für die Gesundheit Ihres Hundes. Es kommt auf eine gute Verwertbarkeit für den Körper an. Eine Überdosierung an minderwertigem Eiweiß kann zu Gelenkerkrankungen führen und belastet den Organismus unnötig. Omega-3-Fettsäuren sind an einer Vielzahl von Stoffwechselwegen beteiligt und u. a. in Fisch enthalten. Dieses hochwertige Eiweiß kann unterstützend bei entzündlichen Erkrankungen des Darmtrakts wirken und auch einen hemmenden Einfluss auf ein mögliches Tumorwachstum nehmen.
Eine fundierte Fütterungsberatung für Ihren Hund hilft Ihnen, einen unternehmungsfreudigen und gesunden Wegbegleiter bis ins hohe Alter zu haben.
Tierheilpraktikerin
Susanne Niermann
Tel. 0 54 71 - 97 32 32