natürliche Nahrungsergänzung für Tiere von naturaVet
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Was uns Haut und Fell über die Gesundheit unseres Hundes verraten

Die Haut – ein Hochleistungsorgan

Bei der Haut spricht man von dem Spiegel der Seele. Dies gilt nicht nur im emotionalen und psychischen Bereich, die Haut zeigt uns vor allem auch, wie es um das physische Befinden unseres Tieres steht.

Oft wird die Funktion und Bedeutung unseres größten Körperorganes unterschätzt, doch ohne die Haut ist ein Leben nicht denkbar, und sie ist viel mehr als nur eine Schutzhülle.

Der normale PH-Wert der Haut liegt beim Hund im basischen Bereich zwischen 5,5 und 7,5 ph.

Zu dem Hautorgan unseres Hundes gehören neben der Haut und dem Fell auch noch die Krallen, die Fußballen, verschiedene Drüsen (die Duftdrüsen sind beim Hund über den ganzen Körper verteilt, Schweißdrüsen haben unsere Hunde nur an den Pfotenballen) und das Gesäuge.
Zusätzlich befinden sich auf der Haut unterschiedliche Rezeptoren, die als Empfänger von Informationen dienen.

Die Aufgaben  und Funktionen der Haut
Neben der Regulation der Körpertemperatur ist sie eines der größten Sinnesorgane, da sie durch ihre sensorische Wahrnehmung und das enthaltene Nervennetz auf Schmerzen, Tasteindrücke, Juckreize, Erschütterungen, Berührungen und Temperaturen reagiert. Sie schützt vor mechanischen, thermischen und chemischen Reizen und erfüllt ihre Abwehrfunktion, indem sie das Tier gegen pathologische (krank machende) Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten schützt. Sie verhindert das Austrocknen, transportiert Abfallstoffe und hilft  durch die Stimulation von Sonneneinstrahlung bei der Entstehung von Vitamin D.
Zusätzlich dient sie auch als Speicherorgan für Flüssigkeiten, Elektrolyten, Mineralstoffen, Vitaminen oder Fett.
Über ihre zahlreichen Drüsen wirkt sie als Ausscheidungsorgan für Harnstoffe, Salze, Kohlensäure, Bakterien und Gifte. Dies erfolgt hauptsächlich über die Schweiß- und Talgdrüsen. Gerade bei Störungen in diesem Bereich können Krankheiten auftreten.
Über die Haut gelangen Stoffe nicht nur heraus, sie können auch von außen nach innen gelangen.


Haarkleid – vom Fell bis Haarwechsel
Auch wenn man selbst über die vielen Eigenschaften von Haut und Fell nicht so genau Bescheid weiß, so ist doch ein glänzendes, volles, prächtiges Fell ein Zeichen für eine gute Gesundheit. Stumpfes Fell oder Haarausfall zeigen uns mit ihren unangenehmen Begleiterscheinungen, dass unser Tier eine latent schlummernde Krankheit hat.

Der Haarwechsel findet bei unseren Hunden zweimal im Jahr statt. Bei Tieren, die überwiegend im Haus gehalten werden, kann der Haarwechsel auch über das ganze Jahr verteilt vonstatten gehen.
Der Haarwechsel im Frühling braucht ungefähr 5 Wochen. Kurzhaarige Hunde haaren über das ganze Jahr ein wenig.
Der genetisch bedingte Haarwechsel wird durch Lichteinwirkungen, Umgebungstemperatur, Ernährung, den allgemeinen Gesundheitszustand und Hormone beeinflusst.

Während des Haarwechsels werden ganz besonders hohe Ansprüche an das Futter gestellt. Besonders gute Erfahrungen habe ich mit Hundefutter gemacht, das hochwertige Omega-3-Fettsäuren (diese kommen hauptsächlich in Fisch vor) und natürliche Vitamine enthält. Der Haarwechsel ist wesentlich einfacher, und die Tiere haben ein gesundes glänzendes Fell.

Hauterkrankungen und Ursachen
Wie bereits oben beschrieben, liegt der PH-Wert der Hundehaut um ca. 6. Die Haut ist dementsprechend weniger sauer und bietet dadurch Bakterien und Pilzen verhältnismäßig ungünstige Entwicklungsmöglichkeiten. Die gesunde Haut sorgt durch bestimmte Mechanismen dafür, dass ihr Säuremantel erhalten bleibt.
Beim Waschen der Hunde sollte daher auf ein ph-neutrales Shampoo geachtet werden.
Ein Geheimtipp ist ein Shampoo mit Inhaltsstoffen vom Stiefmütterchen, das bei trockenem oder nässendem Ekzem und Juckreiz hilft.

Allergische Hautreaktionen sind Überempfindlichkeitsreaktionen und unter anderem eine Antwort des Immunsystems auf Umweltallergien, Ekto- und Endoparasiten und Medikamente.
Diese Überreaktionen der Tiere können auch durch Nahrungsmittelallergien ausgelöst werden, wie z. B. durch  Kuhmilch, Milchprodukte, Hühnerfleisch, Weizen, Mais, Soja und Eier.
Auch Geschmacksverstärker, Farb-, Lock- und Konservierungsstoffe, die in vielen Futtermitteln vorhanden sind, wirken hochallergen.

Ein Beispiel für Kontaktallergien sind die typischen Anzeichen im Sommer, wenn die Tiere vermehrt durch das Gras gelaufen sind und danach massiv ihre Pfoten belecken. Ursächlich hierfür ist die Grasmilbe.
In diesem Falle werden die Pfoten mit Wasser gewaschen und gründlich getrocknet. Lässt der Juckreiz nicht nach, hilft es, die Pfoten mit Shampoo zu waschen und mit einem Direktspray schnelle Linderung zu verschaffen. Hier ist es vor allem das Lavendelöl, das schnelle Hilfe bringt.
Die Ursachenbekämpfung muss dann durch eine abgestimmte homöopathische Behandlung erfolgen.

Hauterkrankungen durch Stoffwechselstörungen treten meistens in Folge einer Überlastung der Stoffwechselorgane Leber und Niere auf. Dies zeigt sich oft in Ekzemen, wie Zwischenzehenekzem oder Leckekzem, einem stumpfen Fell, Schuppen und vermehrtem Juckreiz.
Neben den fütterungsbedingten Veränderungen sollte man hier auch noch mal genauer hinschauen, ob die Tiere  mit giftigen Substanzen in Berührung gekommen sind. Dies geschieht z.B., wenn Tiere kurz nach dem Ausbringen von Pestiziden über Getreidefelder laufen.
Auch die unkontrollierte Aufnahme von Wasser aus stehenden Gewässern, Gartenteichen, unsauberen Flüssen etc. sollte vermieden werden.
Unter den endokrinen Hauterkrankungen versteht man solche, die durch Über- oder Unterfunktion eines hormonproduzierenden Organs entstanden sind. Hauptursächlich zeigt sich dies im Ausfallen der Unterwolle, in auftretender großflächiger Alopezie (Haarausfall) und in überpigmentierten Hautstellen. Seltener zeigt sich hier Juckreiz.

Die speziellen Behandlungen von stoffwechselbedingten Hauterkrankungen müssen von einem kompetenten Tierbehandler vorgenommen werden.



Tierheilpraktikerin
Susanne Niermann

Tel. 0 54 71 – 97 32 32





gedruckt am Do, 17.05.2012
aus www.natura-vet.de

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