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kostenlose Beratung zur Tierernährung und Tiergesundheit durch unsere Tierheilpraktikerin Jaqueline Hawighorst
Flöhe- Plagegeister mit 8 Beinen

Gerade im Winter kommt man beim Juckreiz des Hundes oder der Katze am wenigsten auf die Idee, dass es sich hier um einen Flohbefall handeln kann. Traten Flöhe früher saisonalbedingt vermehrt im Frühjahr und Herbst auf, haben wir bei unseren milden Wintertemperaturen das ganze Jahr über mit diesen Plagegeistern zu tun, da sie warm-feuchte Temperaturen lieben.




Parasiten

Flohbehandlung bei Warmblütern


Voraussetzung:

Die aufgeführten biologischen Methoden setzen die Konsequenz des Anwenders voraus, denn nur dann wird sich der gewünschte Erfolg einstellen. Dafür bleiben allerdings keine giftigen Rückstände am Tier, in der Wohnung oder am Menschen zurück.

Vorbehandlung:

Um eine sinnvolle Flohbehandlung durchzuführen, sollte das befallene Tier zunächst nach folgender Anweisung gebadet werden: Mit einem speziellen Shampoo ohne gefährliche Zusatzstoffe (wie Gifte und Insektizide), dafür aber mit nachfettender Wirkung einschäumen. Es sollte Teebaumöl und andere ätherische Öle enthalten. Das Tier wird zunächst kräftig mit warmem Wasser abgeduscht, dann wird das Shampoo gleichmäßig in das ganze Fell eingebracht. Die Achselhöhlen, der Unterbauch und der Analbereich dürfen nicht vernachlässigt werden.
Ganz wichtig ist es, dass das Tier ca. 5 Minuten im Schaum verbleibt, damit sich der Flohkot (erkennbar durch bräunliche bis schwarze Pünktchen, die Juckreiz erzeugen können) und Flöhe lösen (diese ersticken meist im Schaum).  Anschließénd wird das Tier sorgfältig und mit viel warmem Wasser abgeduscht. Gut abtrocknen, mit einem feinen Kamm durchkämmen und das Tier völlig trocknen lassen. Anschließend müssen die Liegestätten des Tieres und die Bereiche, an denen sich das Tier häufig aufhält, desinfiziert werden. Mit einer wasserlöslichen Teebaum-Emulsion werden diese Bereiche eingesprüht. Die Produkte sind beim Tierarzt und im Fachhandel erhältlich. Dort werden sie meist als biologischer "Ungezieferspray-Desinfizierer" in einem Pumpsprüher angeboten.

Wirkungsweise:

Durch die genannten Inhaltsstoffe zersetzt sich die Chitinhaut von Flöhen, Larven und Eiern. Während der Einwirkzeit (ca. 10 Min.) sollte das frisch gebadete Tier nicht mit den Liegestätten in Berührung kommen, um einen erneuten Flohbefall zu verhindern.

Als nächster Schritt wird das Tier mit einer Mischung aus Teebaumöl, Lavendelöl und Jojoba-Öl behandelt. Solche Mittel werden im Fachgeschäft sowie beim Tierarzt meist als Konzentrat angeboten. Jeweils einen Tropfen auf den Finger nehmen und in jede Achselhöhle, in den Nacken und in den Rutenansatz einmassieren. Dieses Verfahren dient dazu, evtl. noch vorhandene Flöhe vom Tier zu entfernen. Damit das Tier flohfrei bleibt, wird folgendermaßen vorgegangen:

Drei Wochen lang wird am Gehöreingang an der Ohrenkappe (nicht im Gehörgang) jeweils ein Tropfen der angegebenen Mischung auf der linken und der rechten Seite einmassiert. Dieser Vorgang wird dann an zwei Tagen in der Woche wiederholt. Bei konsequenter Anwendung bleibt das Tier floh- und zeckenfrei. Durch das Einmassieren an der Ohrenkappe -diese ist besonders stark durchblutet- dringen die wirksamen Bestandteile des Konzentrates in die Blutbahn des Tieres ein. Dieser Vorgang hat keinerlei schädliche Wirkung für das Tier. Flöhe, die nun das Blut des Tieres trinken, vertragen die Inhaltsstoffe dieser Mischung nicht und sterben in einem Zeitraum von 4-6 Stunden. Zecken lösen ihre Zangen nach dem Biss wieder aus dem Tier. Durch die Substanz ist die Bissstelle desinfiziert, so dass z.B. Borrelien nicht in das Tier gelangen können.

Bei dem Konzentrat mit den angegebenen Mischungen ist nicht bekannt, wieviel Prozent der jeweiligen Inhaltsstoffe enthalten sind. Die Zusammensetzungen der Präparate sind Firmengeheimnisse bzw. patentrechtlich geschützt. Sicher ist jedoch, dass diese Präparate absolut ungiftig sind.

Zecken, Milben, Haarlinge, Läuse, Mikroorganismen und Pilze, die ebenfalls viele gefährliche Krankheiten wie z.B. Hautausschläge, Q-Fieber, Sibirische Enephalitis, Borreliose, Ohrenzwang, Demodikose (Befall mit Haarbalgmilbe), entzündliche Hauterkrankungen bis hin zu Follikolitis, Furunkel, Karbunkel, Abszesse etc. herbeiführen können, werden am sichersten durch Langzeitkonzentrate und Direktsprays am Tier bekämpft. (Vorgehensweise wie bei der Flohbekämpfung!)

Ganz wichtig ist die Vorbeugung in Form von Desinfektionsmaßnahmen der direkten Umgebung der Tiere mit Umgebungs-Desinfizierern.

Kurzübersicht der erwähnten biologischen Produkte und deren Anwendung

Direkt-Spray
Anwendungsbereiche: Direkt am Tier anwenden, bei Flohbefall, Hautirretationen sowie bei Befall mit Haarlingen, Läusen und Staphylokokken.
Anwendungsdauer: Nach Behandlungserfolg noch 7 Tage weiter anwenden oder als vorbeugende Maßnahme einmal wöchentlich.

Haut und Fell-Mineralspray
Anwendungsbereiche: Direkt am Tier anwenden, bei Demodex-Milbenbefall oder bei Unterversorgung mit Haut- und Fellmineralien.
Anwendungsdauer: Nach Behandlungserfolg noch 7 Tage weiter anwenden.

Konzentrate
Anwendungsbereiche: Floh- und Zeckenbefall (bei Zeckenbefall nicht in der Mild-Version).
Anwendungsdauer: Um sicher zu gehen, dass das Tier nicht von Flöhen befallen wird, sollte die Anwendung das ganze Jahr erfolgen.

Pflege-Balsam, Pflege-Salbe
Anwendungsbereiche: Bei trockener, schuppiger und rissiger Haut direkt auf kleinere Wunden (außer auf Brandwunden) oder Entzündungen auftragen.
Anwendungsdauer: Mehrmals täglich die betroffenen Stellen einreiben.

Pflege-Öle
Anwendungsbereiche: Bei allen Fell- und Hautproblemen, Liegeschwielen, trockener Haut, Verfilzungen, Fellverlust sowie Entzündungen.
Anwendungsdauer: Im Bedarfsfall mehrmals täglich. Nach einer Besserung noch 4 Tage weiterbehandeln.

Shampoos
Anwendungsbereiche: Bei allen Haut- und Fellproblemen, Hautirretationen, zur allgemeinen Pflege, bei Ungezieferbefall und wunden Stellen.
Anwendungsdauer: Im Bedarfsfall alle 2 Tage.

Ungeziefersprays und Desinfizierer
Anwendungsbereiche: Nicht am Tier anwenden, sondern für die gesamte Umgebung benutzen.
Anwendungsdauer: Zur Vorbeugung die Liegeplätze alle 2 Tage einsprühen. 



Bei allen speziellen Problemfällen ist ein Gespräch mit dem Tierarzt oder Homöopathen bzw. die Beratung durch eine Fachfirma oder durch entsprechende Verkaufsberater unabdingbar.

Quellenangaben:
"Hunde auf natürliche Weise heilen" von Dr. Claudia Möller
"Lexikon der biologischen Hunde- und Katzenpflege" von Gerhard Linnhoff
"Wörterbuch der medizinischen Fachausdrücke" von Dr. med Josef Hammerschmied-Gollwitzer


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